ÖGB UND GPF Tirol reagiert auf neue Logistikpläne im Raum Vomp

Mit einer gemeinsamen Pressemeldung von ÖGB Tirol und GPF Tirol wurde auf geplante neue Logistik‑ und Zustellstrukturen im Umfeld des Postzentrums Vomp aufmerksam gemacht. Recherchen und Berichte der Tiroler Tageszeitung sowie des ORF Tirol bestätigten in der Folge, dass in unmittelbarer Nähe ein neuer Paket‑Standort entstehen soll, über den künftig auch Sendungen für Amazon abgewickelt werden könnten.

Alexander Hilber, Vorsitzender der GPFLandesgruppe Tirol und des Personalausschusses für Tirol und Vorarlberg, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass damit ein Verdrängungswettbewerb drohe. Er geht davon aus, dass die Zustellung auch über Subunternehmen erfolgen könne und befürchtet sowohl einen Abbau von Arbeitsplätzen im Logistikzentrum der Österreichischen Post AG als auch bei der Zustellung in ganz Tirol. Zudem sei mit einer deutlichen Zunahme von Verkehrs‑, Lärm‑ und Umweltbelastungen zu rechnen.

Alexander Hilber

Besonders kritisch sieht Hilber den Aufbau paralleler Zustellstrukturen. Die Post fahre bereits jeden Haushalt an, erst vor wenigen Jahren sei in Vomp gezielt in moderne Infrastruktur und sichere Arbeitsplätze investiert worden. Zusätzliche Systeme seien daher sachlich nicht nachvollziehbar und gingen zulasten bewährter Strukturen und fairer Arbeitsbedingungen.

Hilber betont dazu persönlich: „Es geht hier nicht um Spekulationen, sondern um reale Sorgen der Beschäftigten. Wer neue Strukturen schafft, muss auch Verantwortung für Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und die Region übernehmen.“

ÖGB Tirol und GPF Tirol bekräftigen, die weitere Entwicklung aufmerksam zu beobachten und sich weiterhin konsequent für den Schutz der Beschäftigten, für sichere Arbeitsplätze und für faire Arbeits‑ und Sozialstandards einzusetzen.