Kampagnen

Ausverkauf: Chronik der laufenden Ereignisse

Regierungsprogramm 2003-2006:  
„Die weitere vollständige Privatisierung (100%) von Böhler Uddeholm AG, VA Technologie AG, Voest Alpine AG, Österreichische Postbus AG (Beteiligung Privater; nach Entscheid des Kartellgerichtes), Österreichische Bergbauholding AG und der Telekom Austria (bis zu 100%) wird angestrebt. Dabei ist eine österreichische Kernaktionärsstruktur durch Syndikate mit industriellen Partnern, Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Vorsorgekassen, Fonds etc. im Sinne einer Stärkung der Head-Quarter-Funktion Österreichs wünschenswert.
Für die Österreichische Post AG wird ein strategischer Partner gesucht und damit ein erster Privatisierungsschritt vorgenommen."

Der moderne Postraub

1999 Gründung der Österreichischen Post AG 
2002 Neue Geschäftsfeldorganisation: Aufteilung der Post AG in 5 Geschäftsfelder und zentrale Serviceeinheiten
2002 erster erfolgloser Verkaufsversuch an die Deutsche Post AG (75%)
2003 Privatisierungsauftrag der Österreichischen Bundesregierung
2003 zweiter erfolgloser Verkaufsversuch an die Deutsche Post AG (75%)
2004 dritter erfolgloser Verkaufsversuch (25%)
2004 Beschluss der ÖIAG: für Post AG ist Stand alone Variante möglich
2005 ÖIAG: Post soll zu 49% über die Wiener Börse verkauft werden
2006 Die Regierung gibt den Auftrag, den Börsegang durchzuführen. Wir haben erreicht, dass die Post AG im mehrheitlichen Besitz des Bundes bleibt und die Marbeiter/innen beteiligt werden. 

Postbus: Zerschlagen und verschenken

14. Mai 2002 Beschluss der Bundesregierung, 33% des Postbusses an private Busutnernehmen zu verkaufen, das sind 871 MitarbeiterInnen, 481 Autobusse und 29 Dienststellen.
29. Mai 2002 24-stündiger Streik Postbus österreichweit
11. Juni 2002 Mit 12 Bussen Protestfahrt über den Ring mit Besetzung der ÖIAG-Zentrale Kantgasse.
25./26. Juni 2002 48-stündiger Streik österreichweit gegen den Teilverkauf
6. Mai 2003 9-stündiger Streik österreichweit gegen den Teilverkauf und gegen die Pensionsreform
3. Juni 2003 24-stündiger Streik österreichweit gegen den Teilverkauf und gegen die Pensionsreform
12. November 2003 24-stündiger Streik österreichweit gegen den Teilverkauf und als Solidarität mit den MitarbeiterInnen der ÖBB
26. Mai 2004 Demonstration vor der Unternehmenszentrale Postbus und Besetzung des Aufsichtsratsraumes
Man wollte in dieser Aufsichtsratssitzung den Vorstand haftungsfrei stellen - verhindert
30. Juni 2004 10-stündiger Streik österreichweit gegen den Teilverkauf
13. Juli 2004 Kranzniederlegung vor dem Vizekanzleramt gegen den Teilverkauf
16. Dezember 2004 Übergabe von 200.000 Unterschriften gegen die Zerschlagung des Postbusses an den Vizekanzler
23. Dezember 2004 Aufgrund unseres Streikbeschlusses für den 24. Dezember 2004 wurde ein Sozialplan unterschrieben.
2005 An Günstlinge der Regierung sollten Liegenschaften und Busse weit unter Wert verkauft werden. Diese Verschleuderung wurde von uns aufgedeckt und beendet.
2006 Arbeitnehmervertreter werden aus dem Aufsichtsrat geworfen, gewinnen aber vor Gericht.

Telekom: Abkassieren

1887 k. u. k. Post- und Telegrafenverwaltung
Von 1887-1996 zu 100% staatliches Eigentum (TA AG, Mobilkom Austria AG, Datakom GmbH, Highway 194 Internet Vertriebs GmbH - Post AG)
1996 Ausgliederung in PTA, Schuldenübernahme
April 1997 Verkauf 25,001% der Mobilkom Austria AG an Telecom Italia
1998 Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes (Selbständige Telekom Austria AG, Telecom Italia erwirbt 25,001% an TA AG)
21. Nov 2000 Börsegang:
- ÖIAG 44,4%
- TI 29,8%
- 25,8% Streubesitz
- rd. 91.000 Aktionäre
2001 Neuorganisation: Wireline & Wireless
2002 Beginn Ausstieg Telecom Italia: TA AG erwirbt 25%igen Anteil der TI an Mobilkom Austria, Streubesitz erhöht sich auf 38%
2003 Vollständige Restrukturierung abgeschlossen. Von der TA werden Aufträge im Wert von 760 Mio Euro in Österreich vergeben.
2004 Verkauf Aktienanteil Telecom Italia, Streubesitz 52,8%. Erstmals Dividende für 2003: rund 65 Millionen Euro
2004 Geplante Fusion von Telekom Austria und Swisscom wird bekannt. die gewerkschaftlichen Abwehrmaßnahmen greifen, die geplante Fusion scheitert.

Umfrage

Soll die GPF alle gewerk-schaftlichen Maßnahmen gegen Postämterschliessungen und Personalabbau bei der Post ergreifen?
Ja
94%
Nein
6%
Gesamte Stimmen: 363

OKTO.TV: Arbeitswelten

"Arbeitswelten":
Reportage-Themen aus dem Bereich der GPF
Nächste Sendung Dienstag, 10.August um 20:45.
1 Woche lang tägliche Wiederholungen.

Auch zu sehen per webstream unter www.okto.tv
Ab sofort auch im Kabelnetz der Telekom Austria 
(aonTV - Programmplatz 34)

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