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Post AG: ArbeitnehmerInnenvertretung beruft Aufsichtsratssitzung ein

Die ArbeitnehmerInnenvertreter der Post AG haben am 8. Juni 2010 gemäß den gesetzlichen aktienrechtlichen Bestimmungen den Antrag auf Abhaltung einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung gestellt. Nachdem sich der Aufsichtsratsvorsitzende der Post AG, Dr. Peter Michaelis, diesem gesetzeskonformen Antrag beharrlich verweigert, somit offenbar den dringenden Handlungsbedarf im Filialnetz der Post AG nicht sieht, ergreift die ArbeitnehmerInnenvertretung nunmehr die Initiative und beruft gem. º 94 Abs. 2 Aktiengesetz selbst für 29. Juni 2010 eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung ein.

Grund für den dringenden Handlungsbedarf ist die Tatsache, dass trotz massiver Postamtsschließungen eine Verschlechterung des Filialnetzergebnisses der Post eingetreten ist und der Postvorstand trotzdem weitere Schließungen bei der Regulierungsbehörde anmeldet. Das der ArbeitnehmerInnenvertretung seitens der Postführung vorgelegte Zahlenmaterial beweist eindeutig, dass das Filialnetzkonzept von Vorstandsdirektor Dr. Götz gescheitert ist und daher neu überarbeitet werden muss. Der permanente Kahlschlag bei den Postfilialen schadet zudem auch dem Gesamtergebnis der Post AG und führt vor allem im Finanzdienstleistungsbereich zu zunehmenden Kundenabwanderungen. „In Wahrheit laufen uns mit jeder Postamtsschließung die Kunden in Scharen davon und das Management sowie der Aufsichtsratsvorsitzende schauen dabei tatenlos zu", so Gerhard Fritz, Vorsitzender des Zentralausschusses der Post AG. „Wir greifen zu diesem bisher in Österreich einzigartigen Mittel, weil die Handlungsweise des Aufsichtsratsvorsitzenden nicht mehr zu dulden ist. Ansonsten würde der Aufsichtsrat als Kontrollorgan versagen und damit unwiederbringlicher Schaden am Unternehmen entstehen", so Gerhard Fritz abschließend.


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