Postgewerkschaftschef Fritz: Marktchancen der Ämter werden nicht genutzt
Wien (APA) - Die Postgewerkschaft lehnt das neue Mittelfrist-Konzept der Post AG ab. „Wir haben im gestrigen Aufsichtsrat dagegen gestimmt. Nur zusperren ist kein Konzept, vielmehr sollten durch die Postfilialen die Marktchancen genutzt werden", kritisierte am Donnerstag Gewerkschaftschef Gerhard Fritz. Denn die angekündigte Kostensenkung gehe voll zu Lasten der Mitarbeiter, die jetzt schon unter den vorhergegangenen Personalkürzungen leiden würden. „Die Post wird seit 14 Jahren umstrukturiert, über 10.000 Post-Arbeitsplätze wurden in der Zeit abgebaut. Wir arbeiten jetzt schon über den Limits", so Fritz zur APA. Postchef Georg Pölzl gehe bei der Umwandlung von Post-Filialen in Post-Partner den falschen Weg. Anstatt die Marktchancen der Ämter, zum Beispiel im Geldverkehr, zu nutzen, sei Zusperren „das einzige Konzept". Das werde die Postbelegschaft aber nicht hinnehmen. Außerdem warnte Fritz den Vorstand davor, Postdienstleistungen in den Zustellbasen auszulagern. Dies hatte Pölzl heute bereits ausgeschlossen. Auch eine Auslagerung der Postzustellung an die Posttochter Feibra werde es nicht geben, dementierte Pölzl entsprechende Gerüchte.




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