Aktivitäten im Februar 2010

Bundesjugendvorstand der ÖGJ 2010
Sauerstoffdusche für den Bundespräsidenten

Zum Bundesjugendvorstand der ÖGJ am 27. Februar kam niemand geringerer als Bundespräsident Heinz Fischer. Zusammen mit ÖGB Präsident Erich Foglar diskutierte er mit uns über Demokratie, die Krise und Bildung.

Am Samstag, den 27. Februar, fand sich der Bundesjugendvorstand der ÖGJ zum ersten Mal in diesem Jahr zusammen. Der Bundesjugendvorstand tagt viermal jährlich und ist ein Gremium, in dem alle Gewerkschaften vertreten sind (ca. 50 Personen). Ziel ist es, über politische Entscheidungen und die Arbeit der Gewerkschaftsjugend zu diskutieren. Auch Heinz Fischer kam zur Sitzung, um mitzureden. Er möchte die Themen, die Jugendliche betreffen, mit seinen eigenen Erfahrungen verbinden. "Es ist eine Sauerstoffdusche, mit jungen Leuten zu sprechen", so Fischer.

Demokratie ist mehr als Stimmzettel abgeben.

Jede/r konnte dem Bundespräsident eine Frage stellen, mitreden und mitdiskutieren. Auf die Frage, ob Geld die Welt regiere, entgegnete er: "Ökonomische Macht ist auch politische Macht - der muss man soziale Macht entgegensetzen." Nur bei Wahlen seinen Stimmzettel abzugeben, reiche nicht aus - Demokratie ist seinem Verständnis nach mehr. Auch auf EU-Ebene fordert er Sozialpolitik. Diese sei zwar in den Lissabon-Zielen festgesetzt, "aber in der Realität könnte man einen anderen Eindruck haben. ArbeitnehmerInneninteressen haben es schwer, durchgesetzt zu werden und in der täglichen Praxis Gehör zu finden."

Krisenkosten und Chancengleichheit bei Bildung.

Hinsichtlich der Wirtschaftskrise sieht der Präsident unsere Zukunft nicht so rosig: "Die Probleme sind noch nicht überwunden, sie werden uns noch Jahre beschäftigen." Seiner Ansicht sei es nicht möglich, einzelnen Personen dafür die Rechnung zu präsentieren. "Dass die Kosten aber nicht gerade die sozial Schwachen treffen sollen, ist jedenfalls der richtige Ansatz", so der Bundespräsident. Auch beim Bildungssystem sieht er Verbesserungen als notwendig an, vor allem was die Chancengleichheit betrifft. 

   

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Wir würden uns freuen euch dort zu sehen.

>> Infos und Anmeldung bei Christian Reiseneder 
(0664/629 85 46 oder christian.reiseneder@telekom.at)

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