Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten
„Die Kommunikationsgewerkschaft“
FSG-Vorsitzende: Johanna Skuk
Frauensekretärin: Silvia Bauer
Unter dem Titel „GPF-Frauen – stark in einer bewegten Zeit“ fand 2007 der 2. Bundesfrauentag statt.
Das Ziel: Eine gleichstellungsorientierte Gewerkschaftsbewegung, die sich um die Anliegen der Arbeitnehmerinnen kümmert. Leitanträge zur Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik in Europa, für stärkere Rechte und bessere Chancen der Teilzeitbeschäftigten und geringfügig Beschäftigten, sowie zum Thema Genderpolitik wurden beschlossen. Zahlreiche Ehrengäste wie Heidrun Silhavy, Renate Csörgits und Elisabeth Vondrasek folgten der Einladung.
Kollegin Johanna Skuk wurde erneut einstimmig zur Bundesfrauenvorsitzenden der GPF gewählt.
Das Präsidium, welches aus fünf Frauenvertreterinnen aus allen Unternehmensbereichen der GPF besteht, tagte 3 - 6-mal jährlich. Durch diese Vernetzung ist es möglich, viele Themen aus einem Unternehmen in ein anderes Unternehmen zu transferieren.
Prozess Wiedereinstieg
Um Frauen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern und ihre Bedürfnisse zu erheben wurde ein Leitfaden für den Wiedereinstieg nach der Karenz kreiert. So werden Mitarbeiterinnen vier Monate vor Ende der Karenz von den Unternehmen kontaktiert, und der Wiedereinstieg besprochen. Alle Möglichkeiten wie Teilzeit, Elternteilzeit, Festlegung der Arbeitszeit, Schulungsmaßnahmen usw. werden gemeinsam erhoben. Sollte jemand während der Karenz eine Weiter– oder Ausbildung absolvieren wollen, bieten die Firmen auch dazu die Möglichkeit.
Gender und Diversity
Nach langem Kampf ist es gelungen, dieses Thema zu einem Bestandteil der Grundausbildungen zu machen. „Gender“ ist nun ein Prüfungsgegen-stand und hochoffiziell in der Ausbildungsverordnung der Post AG verankert. Diese Anregung wurde nun auch bei Telekom und Mobilkom aufgegriffen und es wird bereits mit Hochdruck daran gearbeitet.
Frauenförderung
Projekte zur Frauenförderung wurden ins Leben gerufen. So fanden mehrere Veranstaltungen wie z.B. A-Gender Technologiemanagement – mehr Frauen in technische Berufe und Führungspositionen, Gender Cafes usw. statt. Auch ein Mentorinnenprogramm wurde ins Leben gerufen. Frauenförderpläne wurden überarbeitet und neu aufgelegt.
Ausschreibung von Arbeitsplätzen
Alle internen und externen Ausschreibungen von Arbeitsplätzen finden in geschlechtsneutraler Form statt.
Sozialleistungen
Auf alle Sozialleistungen haben Frauen und Männer den gleichen Anspruch. Alle Leistungen gelten auch für Teilzeitbeschäftigte wie z.B. Essensbon, Sommerkinderbetreuungsaktionen, Zuschuss zu Ferienlager, Kinderbonus – Geburtengeld, Gutscheinfonds…
KV Politik
Durch die Mitarbeit in den Vorbereitungsteams und den KV-Verhandlungs-teams war es möglich, fast alle Forderungen des Maßnahmenplans der ÖGB Frauen umzusetzen.
Frauenanteil
Start eines Projektes mit dem Ziel, die Frauenquote zu erhöhen.
Bewusstseinsbildung und sichtbar machen des Frauenanteils.
In der Berichtsperiode ist es gelungen, Frauen in allen Gremien der Gewerkschaft zu verankern.
Bundesfrauenleitung und Frauenausschüsse
Der Schwerpunkt der Frauenarbeit - sowohl Länderübergreifend als auch vor Ort - liegt in der täglichen Beratung und Unterstützung unserer Kolleginnen in einzelnen Dienststellen bzw. in unermüdlichen Telefonaten, wo wir den Kolleginnen bei der Bewältigung, den teils sehr zum Nachteil für Frauen stattgefundenen betrieblichen Veränderungen, die enorme Unsicherheiten bei den Kolleginnen hervorgerufen hat, beigestanden sind.
Viele Veranstaltungen zu gesundheitlichen Themen, dienstrechtlichen Themen, zu neuen Gesetzen, usw. fanden statt.
In vielen Sitzungen unserer Frauenausschüsse wurden Problemkreise wie Sensibilisierung der Unternehmensleitung für Frauenangelegenheiten, familienfreundliche Arbeitszeiten, work-life-balance, Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, aber auch negative Erfahrungen wie Verlust des Arbeitsplatzes und Mobbing als Begleiterscheinung diskutiert.
Internationales
Methoden zum Schließen der Einkommensschere waren auch EU weit ein wichtiges Thema. Viele Veranstaltungen wie z.B. die Aktion „Close the Gap – Schließen wir die Einkommensschere jetzt“ der Uni Europa Frauen fanden statt.
Bei Regionstreffen wurden Themen wie Chancengleichheit, gesetzlicher Mindestlohn Teilzeit/ Elternteilzeit, Verstärkung der Mitwirkung von Frauen in Gewerkschaften/UNI und vieles mehr erörtert, und Erfahrungen zu den Themen ausgetauscht.
Auf zahlreichen Tagungen, Konferenzen, Arbeitssitzungen wurden die Ergebnisse der Beratungen aus dem deutschsprachigem Raum EU-weit platziert.
Auch Solidarität war im Berichtszeitraum ausgesprochen wichtig. So nahmen im Dezember 2008 tausende europäische Gewerkschaftsvertreter an einer Kundgebung gegen Änderungen der Arbeitszeitrichtlinie, in Strassburg teil. Gemeinsam wurde erreicht, dass diese Änderungen im EU-Parlament mehrheitlich abgelehnt wurden.




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