Tätigkeitsbericht 08

Organisation
Vorsitzende der Gewerkschaft ist Kollegin Johanna Skuk
Frauensekretärin ist Kollegin Silvia Bauer
Sekretariat: Therese Wild

Schwerpunktarbeit

Das Jahr 2008 war für unsere Unternehmen Post, Telekom und Postbus ein Jahr mit einschneidenden Veränderungen. Vielen unserer Kolleginnen und Kollegen drohte durch die Pläne der Unternehmen der Arbeitsplatzverlust. Bei der Post sollten 1000 Postämter geschlossen werden. Geplante Einsparungen 9000 Beschäftigte. Bei der Telekom sollten 2500 MitarbeiterInnen bis 2010 "passiviert" werden. Durch massive Protestmaßnahmen der Gewerkschaft konnte dieses Horrorszenario verhindert werden. Seite an Seite kämpften Frauen und Männer gegen diese Abbaumaßnahmen.

Frauenquote in der Organisation
Entsprechend dem ÖGB-Beschluss, die Zahl der weiblichen Funktionärinnen auf den Anteil der weiblichen Mitglieder zu erhöhen, wurde dieser Beschluss auch in unserer Gewerkschaft gefasst und in unserer Geschäftsordnung festgelegt. Da wir in einigen Gremien dieser Anzahl noch lange nicht gerecht werden, starteten die ÖGB Frauen 2008 eine Aktion, um das Bewusstsein zu heben. Analog zur ÖGB Frauenabteilung wurde die Frauenquote in den diversen Gremien erhoben. In einem Bundesvorstand wurde diese im ersten Schritt an alle Landesvorsitzenden übergeben. Im zweiten Step erging ein Schreiben der Frauenvorsitzenden, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft, an alle Vorsitzenden. Demnächst startet die Frauenvorsitzende ihre Bundesländertour, um mit jedem seine spezielle Situation zu erörtern.
Vorerst ist es gelungen, Frauen in allen wichtigen Gremien der GPF zu verankern.

Keine Gewalt an Frauen
Am 8. März des Vorjahres wurde von der Österreichischen Post AG, in Zusammenarbeit mit der GPF, die Briefmarke Null Toleranz für Gewalt – keine Gewalt an Frauen herausgegeben. Als Weiterführung dieser Aktion wurde im heurigen Jahr ein großes Kontingent dieser Marke, im Beisein von Frau Minister Heinisch-Hosek, an den Verein der Wiener Frauenhäuser als Spende überreicht.

Internationales

Nicht nur National, auch International war es heuer extrem wichtig Solidarität zu zeigen. Änderungen in der Arbeitszeitrichtlinie hätten EU weit eine massive Verschlechterung für alle ArbeitnehmerInnen nach sich gezogen. Durch die gemeinsame Protestkundgebung in Strassburg konnte diese verhindert werden. Am Tag nach der Protestkundgebung wurde die Arbeitszeitrichtlinie bei der Abstimmung im EU Parlament mehrheitlich abgelehnt.

Im Mai trafen sich 129 Frauenvertreterinnen aus 20 Ländern und 61 Gewerkschaftsorgani-sationen zur 3. UNI Europa Frauenkonferenz in Nyon.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Thema „gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ mit dem Hauptziel, das Schließen der Einkommensschere voranzutreiben.
Im Zuge der Tagungen wurden die Schwerpunkte in einem "10-Punkte-Plan zur Lohn und Chancengleichheit " zusammengefasst und sind nun in den jeweiligen Sektoren und im sozialen Dialog zu berücksichtigen.

  

Umfrage

Soll die GPF alle gewerk-schaftlichen Maßnahmen gegen Postämterschliessungen und Personalabbau bei der Post ergreifen?
Ja
94%
Nein
6%
Gesamte Stimmen: 363

OKTO.TV: Arbeitswelten

"Arbeitswelten":
Reportage-Themen aus dem Bereich der GPF
Nächste Sendung Dienstag, 10.August um 20:45.
1 Woche lang tägliche Wiederholungen.

Auch zu sehen per webstream unter www.okto.tv
Ab sofort auch im Kabelnetz der Telekom Austria 
(aonTV - Programmplatz 34)

Partner der GPF