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Post: Betriebsrat sieht neue Chancen für Postfilialnetz und Briefzustellung

Verhandlungsqualität entscheidet über weiteres Vorgehen
 
Entgegen der ursprünglich angekündigten Postamtsschließungswelle sowie der angedachten Auslagerung von Zustell- und Sortierleistungen an Private werden seitens der Personalvertretung und des Vorstandes ab sofort gemeinsam Alternativen gesucht.
 
   Der Forderung des Zentralausschusses, dass vor der Umsetzung von wirtschaftlichen Maßnahmen gesetzliche Rahmenbedingungen für die Liberalisierung geschaffen werden müssen, wurde seitens des Vorstands nunmehr Rechnung getragen.
 
   Ziel ist es, gemeinsam an der Schaffung eines neuen Postmarktgesetzes sowie einer neuen Postuniversaldienstverordnung mitzuarbeiten und dabei vordergründig die Interessen der Post AG und ihrer MitarbeiterInnen mit allem Nachdruck zu vertreten. Außer Streit stehen die gemeinsamen Bemühungen für die Gestaltung eines Branchenkollektivvertrages zur Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen in einem zukünftig vollliberalisierten österreichischen Postmarkt.
 
   Der Zentralausschuss betont, dass die Personalvertreter im Aufsichtsrat der Budgetplanung 2009 und damit der Einsparung von 1.000 Arbeitsplätzen nicht zugestimmt haben.
 
   Die Maßnahmen der letzten Tage sind von den FSG- und FCG-Vertretern in der Gewerkschaft einstimmig beschlossen, gemeinsam geplant und durchgeführt worden. Gerhard Fritz, Manfred Wiedner und Martin Palensky sind sich einig: „Wir setzen diese erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne des von uns eingeleiteten Volksbegehrens fort und werden den Postvorstand in den nächsten Tagen daran messen, ob den Worten nun auch Taten folgen. Sollte das Management den vereinbarten Weg verlassen, sind wir jederzeit in der Lage, unseren Abwehrkampf fortzusetzen.“

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