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Postgipfel - Aufgeheizte Stimmung bei Belegschaftsdemo

Telekom- und Postmitarbeiter protestieren vor Finanzministerium - Betriebsrat: Unternehmen wird zu Tode reduziert

Wien (APA) - Vor dem heutigen Postgipfel im Finanzministerium protestierten rund 50 Mitarbeiter der Post AG und der Telekom Austria gegen den geplanten Personalabbau der beiden teilstaatlichen Unternehmen.

Zahlreiche protestierende Mitarbeiter der beiden börsenotierten Unternehmen hielten Bilder von Post-Chef Anton Wais und Nemsic den zahlreichen Medienvertretern entgegen, unter denen zu lesen war: „Arbeitsplatzvernichter“. Telekom-Betriebsratschef Michael Kolek warf dem Management vor, sich keinerlei Gedanken über die Jobabsicherung zu machen. Wie berichtet, will die Telekom in den nächsten drei Jahren 2.500 Mitarbeiter abbauen.

Dazu meinte Kolek: „Die reduzieren das Unternehmen zu Tode.“ Dies sei umso weniger nachvollziehbar, als die Telekom Austria eine halbe Milliarde Euro Nettogewinn erwirtschafte und im nächsten Jahr 350 Mio. Euro Dividende an die Aktionäre ausschütten werde, rechnete der Betriebsratschef vor. Der Staat hält noch knapp 28 Prozent an dem Ex-Monopolisten.

Beim heutigen Postgipfel wollen SP-Chef Verkehrsminister Werner Faymann, ÖIAG-Alleinvorstand Peter Michaelis, die fünf Post-Vorstände, der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Herbert Sausgruber (V), Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer (V), Städtebund-Vizepräsident Heinz Schaden (S), sowie die beiden Postgewerkschafter Gerhard Fritz (FSG) und Manfred Wiedner Luft aus der derzeit aufgeheizten Stimmung nehmen.

Mit konkreten Ergebnissen wird nicht gerechnet. Die Gespräche zwischen SPÖ-Chef Werner Faymann und Finanzminister Wilhelm Molterer finden in der entscheidenden Phase der Koalitionsverhandlungen statt, bei denen die Post zuletzt für Irritationen sorgte. Das Post-Management will in den nächsten Jahren rund zwei Drittel ihre Postämter an Postpartner abgeben und bis zu 9.000 Mitarbeiter abbauen.

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