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Postler beschließen Vorbereitung auf Streik

Streikteam bereitet ab sofort Kampfmaßnahmen vor

 

   Wien (APA) - Der Zentralausschuss der Bediensteten der Österreichischen Post AG hat am Donnerstag die Vorbereitung von Kampfmaßnahmen beschlossen und das Präsidium der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) mit der zentralen Streikleitung beauftragt. Ab 22. November seien nach Einholung einer Streikerlaubnis vom ÖGB-Vorstand „alle gewerkschaftlichen Maßnahmen bis hin zum Streik möglich“, heißt es im der APA übermittelten Beschluss des Gremiums.

 

   Die Belegschaftsvertretung hatte den Zentralausschuss einberufen, nachdem in den vergangenen Tagen radikale Sparpläne für die Post an die Medien durchgesickert waren. In ihnen war vom Abbau von bis zu 9.000 Jobs und der Auslagerung von bis zu 1.000 Postämtern nach dem Beginn der Vollliberalisierung 2011 die Rede.

 

   Post-Vorstandschef Anton Wais hatte nach einer Aufsichtsratssitzung am Mittwochabend die Zahlen als „Rechenmodelle“ bezeichnet, die grundsätzlichen Ziele aber bestätigt. Auch ÖIAG-Chef Peter Mitterbauer hat am Donnerstag gemeint, es werde Personalabbau und Schließungen „wie bisher“ geben, dies werde sich aber auf einen Zeitraum von sieben bis acht Jahren verteilen.

 

   Die Post-Betriebsräte stellen in ihrer Resolution fest, dass Wais-Aussagen die kolportierten Pläne im wesentlichen bestätigt hätten und äußern die Vermutung, dass die Post selbst „diese menschenverachtende Unterlage vermutlich hinausgespielt hat. Sämtliche Grauslichkeiten dieses Papiers bleiben nach der gestrigen Aufsichtsratssitzung im vollen Umfang aufrecht.“

 

   In den Bundesländern sollen die Vorbereitungsarbeiten auf die Kampfmaßnahmen mit dem heutigen Tag beginnen, ein aus 18 Personen bestehendes Streikteam soll bis 21. November ein „detailliertes Maßnahmenpaket“ ausarbeiten. Am Folgetag will man dann die Streikerlaubnis von der ÖGB-Führung einholen.

 

   Ziele des Arbeitskampfes sind die Verhinderung weiterer Postämter-Schließungen sowie der weiteren Auslagerung von Zustellung und Sortierung an private Anbieter, denn: „Mit den Postämtern will die Post auch die Briefträger und Briefträgerinnen einsparen.“ Die GPF wird damit beauftragt, das laufende Volksbegehren „Stopp dem Postraub“ zu fördern. Von der Politik fordert man unter anderem die „Sicherung der Postinfrastruktur“ und Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping.

 

   Darüber hinaus bereitet der Zentralausschuss einen „Einspruch gegen die Wirtschaftsführung der Post AG“ („Strategie des Wahnsinns“) sowie die Anrufung der staatlichen Wirtschaftskommission durch den ÖGB vor.

 


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