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„Work Life Balance“ Gutes Leben – Gute Arbeit

Berufstätige Frauen fragen sich oft: „Wie passen gute Arbeit und gutes Leben zusammen? Wie ist das realisierbar?“. Als Gewerkschafterinnen werden wir oft damit konfrontiert. Die Welt hat sich geändert, Frauen wollen/müssen ein breites Spektrum leben. Und sie wollen es gut  leben.

Damit wir GPF-Frauen unseren Mitgliedern dabei kompetent zur Seite stehen können, engagieren wir uns in zahlreichen Handlungsfeldern. Wir analysieren Arbeits- und Lebensbedingungen, setzen uns Schwerpunkte und fordern dort, wo es notwendig ist, Veränderungen und Verbesserungen in Unternehmen und Politik ein:

  • Kinderbetreuung: Kinder brauchen Betreuung und Bildung. Mit einem pädagogisch wertvollen Angebot an Krippen, Kindergärten, Hort und Ganztagsschulen gelingt die Förderung der Kinder für ihr späteres Leben. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für beide Elternteile wird so unterstützt.
  • Kindergeld:  die Zuverdienstgrenze muss fair geregelt werden.
  • Schule, Studium, Aus- und Weiterbildung: wer Ungleichheit reduzieren will, muss die Arbeitslosigkeit bekämpfen; wer dies auf Dauer schaffen will, muss bei der Bildung ansetzen. Kernstück jeder politischen Verantwortung ist daher erstklassige Bildung für alle zu eröffnen. Studiengebühren sind daher sicher nicht der richtige Weg.
  • Gesundheit: die Sicherstellung der Finanzierung und das Niveau unseres österreichischen Gesundheitssystems gilt es zu halten. Frauen sind durch niedrigere Einkommen besonders von höheren Selbstbehalten, Erhöhung von Rezeptgebühren und Spitalskosten betroffen. Wir wollen keine „Zwei-Klassen-Medizin“! Wir streben eine frauenspezifische Ausrichtung bei Diagnose und Heilmethoden -Gender Medicine – an.
  • Pflege: Pflege und Betreuung ist eine große gesellschaftspolitische Herausforderung, die nicht auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden darf!
  • Vollzeitarbeitsplätze, Teilzeit: Erwerbsarbeit bedeutet für Frauen in jeder Lebensphase Unabhängigkeit, Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung. In Österreich ist jede vierte Frau teilzeitbeschäftigt. Die Verbesserung der Situation  der in Teilzeit Arbeitenden und der geringfügig Beschäftigten muss weiterhin vorangetrieben werden.
  • Einkommensunterschiede: Frauen verdienen in Österreich rund ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Einkommensunterschiede wachsen noch immer. Wir setzten auf Lohngerechtigkeit.
  • Alterssicherung für Frauen, Armut:  Berufsunterbrechungen und das Fehlen von Versicherungszeiten wirken sich in der Pension für Frauen fatal aus. Wir brauchen daher ein existenzsicherndes Erwerbseinkommen, damit im Alter eine ausreichende Pension zur Verfügung steht, die Frauen nicht in Abhängigkeit oder Armut treibt.
  • Förderung für Frauen: Wir brauchen genügend Zeit und Geld für Weiterbildung und Höherqualifizierung. Weibliche Bedürfnisse werden mithilfe von Frauenförderplänen in den Unternehmen – wie bei Post und Telekom – unterstützt.
  • Öffentliche Dienstleistungen: Frauen sind als Arbeitnehmerinnen und Kundinnen an einem flächendeckenden, gut funktionierenden und kostengünstigen öffentlichen Dienstleistungsnetz besonders interessiert. Wir werden daher besonders darauf achten müssen, dass auch in Zukunft  ein ausreichender Universaldienst bei Post, Telekom, Bus, etc. angeboten wird.
  • Globalisierung, Außenpolitik: Es ist Mode geworden, steigende Unternehmensgewinne aus sinkenden Löhnen zu erwirtschaften. Weltweit werden 70% der Arbeit von Frauen erledigt. Sie erhalten nur 10% des Einkommens und besitzen nur 1% des globalen Vermögens. In Zusammenarbeit mit unseren Internationalen Gewerkschaftsorganisationen beobachten wir die alarmierenden Entwicklungen, machen wir auf Defizite aufmerksam und unterstützen unsere Kolleginnen auch global bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit und Selbstbestimmung.

Viele soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Anliegen sind noch offen, neue kommen dazu, daher bedarf es aktiver Gewerkschaften, griffiger Gesetze und einsichtiger Arbeitgeber.
Mit viel Einsatz, Engagement, Durchhaltevermögen und weiblicher Beharrlichkeit werden wir GPF Frauen dafür auch weiterhin kämpfen.
Wir sind überzeugt, die Synergie “Gutes Leben -Gute Arbeit“  ist keine Utopie, sondern letztendlich ein Vorteil für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen und Gesellschaft. 


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OKTO TV: Arbeitswelten

,,Arbeitswelten'':
Gewerkschaftliche Reportage-Themen
Nächste Sendung:
Donnerstag, 16. Februar 2012 um 20:15 Uhr
1 Woche lang Wiederholungen.

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(aonTV - Programmplatz 34)