Geldbörsel entlasten!

René Fischer ist der Bundesjugendvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft und steht im „gpf compact“-Interview in der Ausgabe 1-2/08 Rede und Antwort.

Was sind die Aufgaben des Bundesjugendvorsitzenden?
Die Aufgabe des Bundesjugendvorsitzenden ist die  gewerkschaftliche Vertretung und Betreuung aller jugendlichen Arbeitnehmer bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres.

Bist du alleine für die Jugend zuständig?

Nein, ich habe auch StellvertreterInnen. Gemeinsam mit Hans Christian Feßl, Marcel Mittermayr, Martina Stessl, Christian Reisender und den Vertretern der Bundesländer arbeiten wir am Programm und der Beteiligung der GPF Jugend.

Seit wann arbeitest du für den ÖGB?

 Die Kommunikationsgewerkschaft GPF ist eine Funktionärsgewerkschaft, die FunktionärInnen arbeiten ehrenamtlich für die Dauer einer Periode. Ich bin nicht dienstfrei gestellt und habe daher meinem Beruf auszuüben.
Anfang des Jahres 2004 wurde ich zum Jugendvertrauensrat gewählt und somit zum steirischen Jugendvertreter unserer Fachgewerkschaft. Seit dieser Zeit bin ich der Gewerkschaftsjugend Steiermark aktiv.
Bei der ÖGB Jugendkonferenz Steiermark 2007 wurde ich zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Gemeinsam mit den anderen Fachgewerkschaften sind wir in der ÖGJ eine überparteiliche, aber politische Vertretung, die Standpunkte zu allen aktuellen relevanten Themen ausarbeitet.

Was hast du vorher gemacht?
Ich beschloss mit 15, meine schulische Karriere am akademischem Gymnasium Innsbruck zu beenden und begann die Lehre bei der Telekom Austria in Graz (Lehrwerkstätte: Telekom Ausbildungszentrum).

Was sind die dringendsten Probleme?

Wir beteiligen uns bei diversen Aktionen und Aufforderungen der ÖGJ. Unter den letzten Aktionen waren: „Das Weihnachtsgeld bringt nicht der Weihnachtsmann“ und „Abgezockt und ausgesaugt“.
„Abgezockt…“ richtet sich an die Bundesregierung. Mit einer Unterschriftenaktion fordern UnterstützerInnen und die ÖGJ die Bundesregierung auf, pendelnde Lehrlinge, die Internats- und Zugkosten selbst zu tragen haben, endlich zu unterstützen. Ich hoffe, Sozialminister Erwin Buchinger folgen andere UnterstützerInnen, um den Lehrlingen das Geldbörsel zu entlasten.
Wir wollen in allen von der Kommunikationsgewerkschaft vertretenen Unternehmungen einen Generationswechsel schaffen, der der Jugend von heute und morgen Arbeitsplätze gewährleistet.
In den Betrieben darf auch nicht Personal rationalisiert werden, um auf Mitarbeitersparflamme Höchstbetrieb zu fahren.
Der positive Trend der Lehrlingsausbildung in der Telekom Austria muss fortgesetzt werden. Unsere Lehrlinge brauchen Zugang zur neuesten Technologie und zum aktuellen Wissensstand.
Das Management der Post AG muss endlich auch an die Zukunft des Unternehmens denken. Wir fordern daher die Möglichkeit zur Lehrlingsausbildung im Bereich des Postwesens.
Ich möchte bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die Jugend verhandeln dürfen.
 
Gibt es etwas, das du unseren LeserInnen unbedingt mitteilen möchtest?

 Ich möchte sagen, dass ich immer ein offenes Ohr habe und den Willen zu helfen!
Du kannst mich bei allen Anliegen kontaktieren. Sofern es mir möglich ist, werden wir gemeinsam an der Lösung des Problems arbeiten.
Mobil: 0664/629 89 55
E-Mail: rene.fischer@telekom.at

Mit René Fischer sprachen Anna-Erika Paseka und Sepp Zaunegger

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