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Personalvertretung: Telekom-Ausverkauf gefährdet Wirtschaftsstandort und Jobs

Markus Hinker: „Über neuerliche Verkaufsgerüchte zutiefst beunruhigt“ – Botschaft an Pröll: Standortpolitik geht vor Budget-Kosmetik!

Die Personalvertretung der A1 Telekom Austria AG ist klar gegen einen Ausverkauf des Unternehmens und hat am Dienstag angebliche verdeckte Vorbereitungen in Finanzministerium, ÖIAG und Unternehmen scharf verurteilt.

„In einer Hauruck-Aktion hat das Management gerade erst Festnetz und Mobilfunk zusammengeführt. Die neuerlichen Gerüchte wenige Tage danach über einen Verkauf an die russische Firma MTS beunruhigen uns zutiefst. Ein Ausverkauf würde nicht nur den Wirtschaftsstandort sondern auch hunderte Arbeitsplätze gefährden. Schon mit der Fusion hat man uns im Aufsichtsrat überfallen. Es ist Zeit, dass Eigentümer und Management alle Karten auf den Tisch legen und die A1 Telekom Austria endlich zur Ruhe kommt“, erklärt der Vorsitzende der Personalvertretung Markus Hinker. Bereits im März hat die Personalvertretung vom Eigentümervertreter, Finanzminister Josef Pröll, und vom Eigentümer ÖIAG ein klares Bekenntnis in der Öffentlichkeit verlangt, dass der Staat seine Beteiligung an einem der wichtigsten Infrastruktur-Unternehmen dieses Landes behält. „Auch Ihnen, Herr Finanzminister, sollte eine langfristige Standortpolitik vor Budget-Kosmetik gehen. Wir warten immer noch auf Ihr klares Bekenntnis dazu“, so Hinker in Richtung Pröll. Die Personalvertretung hat immer betont, dass sie die neue Unternehmensstrategie nur dann unterstützt, wenn die A1 Telekom Austria damit als integrierter Konzern gestärkt in eine eigenständige Zukunft geht. „Wenn sich jetzt herausstellen sollte, dass das Unternehmen damit nur auf einen Verkauf an die Russen vorbereitet worden ist, werden wir uns dagegen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen“, betonte der Vorsitzende. Das Beispiel der Schweizer Swisscom hat gezeigt, dass ein nationaler Anbieter durch die Fusion von Festnetz und Mobilfunk sein Geschäft und Arbeitsplätze absichern kann und auch ohne ausländischen Eigentümer eine Zukunft hat. „Eine solche Vorwärtsstrategie verlangen wir auch für unsere Telekom“, so Hinker.


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