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ÖBIB’s Frau Oberndorfer auf den Spuren der ÖIAG!

„Die Gesundung und der Erhalt von tausenden hochwertigen Arbeitsplätzen ist Frau Oberndorfer anscheinend weniger wert als eine kurzsichtig erhöhte Dividende!“
Mit dieser Erklärung reagiert der Vorsitzende der Personalvertretung der A1 Telekom Austria, Walter Hotz, auf die Ankündigung der Telekom Austria Group, dass sich América Móvil und die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) am Freitag auf eine  höhere Dividende geeinigt haben. Wirksam soll diese Einigung bereits ab dem Finanzjahr 2016 sein.

„Das ist aus unserer Sicht geschäftsschädigende Unternehmenspolitik! Wir bewerten die Entscheidung der höheren Dividende von EUR 0,20 pro Aktie in der jetzigen Phase als verfrüht und äußerst negativ. Die verbesserten Ergebnisse beruhen leider nicht auf entsprechenden Umsatzsteigerungen, sondern hauptsächlich auf Einsparungen, Umorganisationen und, zu unserer großen Sorge, immer mehr auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Druck ist in diesem hart umkämpften Markt mit immer weniger Beschäftigten enorm gestiegen. Bei A1 Telekom Austria, mit ihren derzeit rund 9000 Beschäftigten, wurde die Belegschaft seit dem Jahr 2000 fast halbiert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der A1 Telekom Austria haben immer mehr Leistung zu erbringen. Burnout, Identifikations- und Motivationsprobleme sind dadurch in der A1Telekom Austria schon länger keine Seltenheit mehr! Ein weiteres Opfer könne von der Belegschaft jedoch nicht mehr verlangt werden", sagt Hotz mit Nachdruck.

Auf Druck der ÖBIB hat das Holding-Management Alejandro Plater und Siegfried Mayrhofer leider wieder einen Fixbetrag von EUR 0,20 pro Aktie als Dividende vorgeschlagen. Besonders bemerkenswert, war Finanzvorstand Mayrhofer doch einer jener, die jahrelang eine überhöhte Dividendenzahlung unterstützte. Hier sei in Erinnerung gerufen, dass seit dem Jahr 2003 in Summe ca. EUR 2,5 Mrd. an Dividende generös ausgeschüttet wurden. Auch die vorgeschlagene Variante des Fixbetrages der Dividende und dies vielleicht noch wie in der Vergangenheit auf mehrere Jahre im Voraus zu versprechen ist für die Personalvertretung höchst fahrlässig und unprofessionell. Eine Variante die auf Prozente des Jahresgewinns gebunden ist, wäre doch viel sicherer und professioneller!

„Wir brauchen für unsere Kolleginnen und Kollegen spürbare Erleichterungen, daher verlangt die Personalvertretung A1 Telekom Austria heuer wieder verstärkte Personalaufnahmen. Aber auch bei den diesjährigen Kollektivvertrags- und Gehaltsverhandlungen werden wir eine wirtschaftlich angemessene Gehaltserhöhung energisch fordern. Diese Gehaltserhöhung muss den Beschäftigten eine spürbare Erhöhung bringen und kann sicher nicht lediglicht die Inflationsabgeltung sein“, fordert Hotz abschließend.