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.ÖBB-Postbus: Stopp dem Privatisierungswahn!
Nein zum Postbusverkauf - Gewerkschaft ist kampfbereit
Eine strikte Ablehnung für die vom ÖBB-Chef Christian Kern in den Medien geäußerten Überlegungen, den Postbus verkaufen zu wollen und das Dienstrecht zu ändern, kommt von der Postbus-Personalvertretung und der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF).
„Der Postbus ist einer der wenigen positiv wirtschaftenden Bereiche innerhalb des ÖBB-Konzerns und benötigt bis heute keine Zuschüsse aus Steuermitteln. Ihn zu zerstören, wäre ein Schaden für die gesamte Bevölkerung und ein Armutszeugnis für die ÖBB-Führung", sagt Robert Wurm, der Betriebsratsvorsitzende des Postbusses.
„Das ist offenbar die einzige Idee eines hochbezahlten Managements, funktionierende Bereiche und Mitarbeiter abzuschaffen, um vom eigenen Versagen abzulenken. Es wäre besser, das Management gesteht sein Scheitern ein und schafft sich selber ab", so Robert Wurm.
Den Managern geht's anscheinend nicht darum, langfristig zu planen und damit auch Arbeitsplätze abzusichern, sondern sie bekommen das schwarzblaue Ideal „Weniger Staat - mehr Privat" nicht aus dem Kopf. Bereits am 14. Mai 2002 hatte die schwarz/blau/orange Bundesregierung beschlossen, 33 Prozent des Postbusses an private Busunternehmen zu verkaufen, was einen 24-stündigen Streik der Postbus-Beschäftigten zur Folge hatte.
In weiterer Folge sollten an Günstlinge der Regierung Liegenschaften und Busse weit unter Wert verkauft werden. Diese Verschleuderung wurde von der Gewerkschaft aufgedeckt und beendet.
„Die Bediensteten haben mit ihrem unermüdlichen Einsatz den Postbus ganz nach vorne gebracht. Und jetzt sollen sie für Managementfehler und falsche Verkehrspolitik büßen? Das kommt nicht in Frage. Wir werden mit aller gewerkschaftlichen Kraft dagegen kämpfen", sagt Robert Wurm.
Nach wie vor vermisst die Personalvertretung das Einschreiten der politisch verantwortlichen Infrastrukturministerin.




